Die Umgebungsarbeiten - wie aus einer Baustelle ein Garten entsteht!

Wer schon mal Bauherr war oder sich grad mitten in der Planung oder Bauphase eines Neubaus befindet, der weiss: mit dem Hausbau allein ist es nicht getan. Denn in den meisten Fällen gibts da ja auch noch ein paar Quadratmeter ums Haus herum, die man irgendwie gestalten sollte. Über diese Umgebungsarbeiten möchte ich euch in meinem heutigen Post erzählen. Denn auch bei uns stand die Gartengestaltung diesen Frühling auf dem Terminkalender.

Ein bisschen hab ich hier auch schon darüber geschrieben, z.B. über den Bau unseres Pools oder über unsere genauen Vorstellungen, wie unser Cottage Garten dann irgendwann mal aussehen soll :).

Heute möchte ich euch aber endlich die Bilder von der Entstehung unseres Gartens zeigen. Begonnen hatten wir im April mit Aushub und Einsetzen des Pools, und Ende Juni waren dann die Erdarbeiten und die Grundgestaltung des Gartens erstmal abgeschlossen. Nebst dem Pool mussten wir die Verandatreppe bauen, das Fundament fürs Holzdeck sowie das Holzdeck selbst rund um den Pool verlegen, das Kellertreppengeländer montieren, Rohre umlegen (ja da habt ihr richtig gehört!), Leerrohre für die Gartenlichter und den Rasenmäherroboter einlegen, die Erde umkrempeln und planieren, Rasen ansähen, Beete anlegen, einen Spritzschutz ums Haus mit Schottersteinen bauen und zwei Bäume pflanzen. Wir haben das zum Glück nicht selber machen müssen, sondern haben dafür einen Gartenbauer beauftragt.

Trotz all diesen Arbeiten sind wir noch weit davon entfernt, einen richtigen Garten zu besitzen. Dennoch sind die Grundsteine nun gelegt, um mit der Bepflanzung der Beete und Hecken zu beginnen. Da wir uns gerade mitten im Sommer befinden, müssen wir uns hier aber noch etwas gedulden. Denn Sträucher und Pflanzen sollte man entweder im Frühling oder im Herbst einsetzen.

Ich fange zuerst mit den Bildern vom fertigen Garten an und zeige euch im Anschluss dann die Fotos der Arbeiten:


Sicht vom gedeckten Sitzplatz auf den angesähten Rasen und das Holzdeck mit Pool und Veranda.



Die Verandatreppe und das Holzdeck sind frisch verlegt.


Links im Bild die Magnolie (mehrstämmige Magnolie X Soulangeana) sowie das noch nicht bepflanzte Beet.


Sicht auf das Gartenhaus mit gedecktem Sitzplatz und den Rasen. Dieser musste nach erstmaligem Schnitt nochmals nachgesäht werden.


Blick vom Grundstücksrand auf Rasen und Haus sowie auf die frisch gepflanzte japanische Zierkirsche (Prunus serrulata Kanzan)


Blick nach Westen mit dem fertigen Holzdeck und dem Beet mit der Magnolie. Auch ein Elektro-Leerrohr wurde hierhin gezogen, um später das Beet und den Baum zu beleuchten.


Mit der "Rundum-Treppe" kann man nun ganz einfach von der Veranda zum unteren Holzdeck gelangen. Die Holztreppe eignet sich auch gut als Sitzgelegenheit, insbesondere wenn man nass aus dem Pool kommt :)





Der Bau von Holztreppe und Holzdeck:
Nachdem der Pool eingesetzt und eine Betonschürze rund um den Pool erstellt war, wurde das Terrain rund herum mit Splitt nivelliert. Danach wurden die Beton-Stellriemen gesetzt und quer darauf die Holzbalken montiert. Bei der Treppe wurde eine Holz-Unterkonstruktion mit den Balken gemacht. Darauf wurden dann die Holzlatten angebracht, wie die folgenden Bilder zeigen:


Unterkonstruktion für die Holztreppe bei der Veranda


Die Holztreppe der Veranda wird erbaut


Präzisionsarbeit ist bei den Ecken und bei den Fallrohren gefragt.


Rund um den Pool muss entlang der Betonschürze das Holzdeck angebracht werden. Der Schacht des Unterflur-Rolladen wird mit drei Holzdeck-Platten versehen, die für den Unterhalt herausgenommen werden können.


Hier ein Blick auf das Fundament für das Holzdeck. Beton-Stellriemen wurden auf Splitt aufgesetzt...


...über die Beton-Steilriemen kommt die Holz-Unterkonstruktion. Aufgrund der Höhe wurden diese bei uns flach aufgesetzt (normalerweise wird die Unterkonstruktion gestellt), mit Kunststoff-Abstandhalter dazwischen um Stauwasser zu vermeiden.


Hier sieht man die Holzumrandung um den Pool.


Nach einer guten Woche Arbeit hier das Resultat! Wir sind sehr zufrieden damit und danken an dieser Stelle Steffen und Lange für die tolle Arbeit!


Erstellen der Beete und Rasenansaat
Rund um unser Holzdeck herum wollten wir unbedingt etwas Rasen und Beete, in denen wir später Stauden, Blumen und Sträucher pflanzen können. Während unterhalb des Holzdecks Recyclingkies als Verdichtung des Bodens genommen wurde, brauchte es bei den Beeten natürlich gute Erde:


Dieses Bild veranschaulicht gut, wo Holzdeck und wo Beete oder Rasen geplant ist.


Vor dem ansäen des Rasens wird die Erde mit diesem Gerät nochmals gelockert und von Hand "entsteinigt".


Danach wurde die Erde leicht platt gewalzt und anschliessend mit Rasen und Dünger angesät. Auch die Felsenbirne wurde eingepflanzt. Allerdings mussten wir diese später wieder entfernen, da sie die Umpflanzung nicht ertrug und ihre Blätter verwelkten oder verbrannten. Jetzt steht an ihrer Stelle dafür eine japanische Zierkirsche.


Hier noch ein Blick aus der anderen Richtung mit fertig angesätem Rasen.




Vier Wochen später sah unser Rasen dann so aus :/ Anstelle des Rasens bekamen wir ein Rapsfeld. Das sah zwar schön aus, war aber nicht das, was wir uns gewünscht hatten.


Immerhin: nach dem ersten Schnitt des Gärtners konnte man dann doch wieder Rasen erkennen. Dennoch mussten einige Flächen nachgesät werden. Der Gärtner versicherte uns jedoch, dass das Raps bei wöchentlichem mähen verschwinden wird, da es den regelmässigen Schnitt nicht erträgt und dann absterben wird. Wir sind gespannt...

Hier noch ein paar weitere Impressionen mit Bildern von meinem Instagram Konto @driftwooddesign.ch














Vielen Dank fürs Reinschauen, ich hoffe ihr kommt mich hier bald wieder einmal besuchen und wünsche euch morgen einen guten Wochenstart.

Macht's gut,
Katrin

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